Hö?

Freitag, Dezember 02nd, 2011 6:57am

Irgendwie hat sich mein Layout ohne Angabe von Gründen verabschiedet.
Geändert habe ich nix, aber es war aufeinmal kaputt.

Traurige Geschichte und da ich gerade keine Muße habe, da was zu fixen, gibts erstmal dieses Layout.

Wissen2Go: Vanilla Ice / Milli Vanilli

Montag, Oktober 24th, 2011 8:40pm

Vor zwei Wochen hatte ich mit einem Arbeitskollegen ein Gespräch über Hip Hop, worauf ich eingestehen musste, dass ich früher mal Vanilla Ice ziemlich cool fand.
Irgendwie verwechselte der Gute aber Vanilla Ice mit Milli Vanilli, welche bekanntermassen ja nur tanzen und gut aussehen konnten.
Beim Mittagessen fragte ich die anderen Arbeitskollegen und mir ist dabei aufgefallen, dass sämtliche Kollegen die 1983 geboren wurden, mir nicht den Unterschied erklären konnten, was mich mehr als nur ein bisschen verwunderte.

Am Wochenende war ich dann auf einem kleinen Liverollenspiel und fragte mal die, die mindestens 1983 geboren wurden und auch dort fiel das Ergebnis ziemlich ernüchternd aus.
Allerdings: Ab 1988/89 kannten einige der Probanden wieder die Unterschiede zwischen den Künstlern.

Daher hier ein bisschen Wissen, was bestimmt mal in einer Quizshow nützlich sein kann:
Vanilla Ice:
Weisser Typ, mit geschummelter Ghetto-Vergangenheit und “Ice, Ice Baby” als einzigen, richtigen Hit und witzigen Frisuren. Auftritte in “Turtles 2″ und “Cool as Ice” und Gegenspieler von M.C. Hammer.
Nicht zu verwechseln mit Ice Cube, Ice T oder Snow.

Milli Vanilli:
Das waren die Typen von Frank Farian mit dem Playback.

In diesem Sinne: Hammertime!

Parallelgesellschaften

Dienstag, September 20th, 2011 5:24pm

In meiner Wahlheimat Castrop-Rauxel gibt es anscheinend eine kleine, aber feine indische Community. Viel sieht man von ihr nicht, ausser das sie ein Spa- und Seminarhotel haben, laut Wochenzeitung eine ehemalige Plus-Filliale als Treffpunkt (o.ä.) angemietet haben und man ab und an Sonntags ein Familien in Festtagskleidung rumlaufen sieht. Ob es da evtl. eine Kirche gibt, weiss ich nicht.
Alles in allem sehr unauffällig.

ABER: Entweder ist der heisseste Bollywood-Club des Ruhrgebiets direkt bei uns um die Ecke oder die Leute saufen mehr als auf dem Oktoberfest!

Wie ich zu dieser These komme?
Ich kaufe öfter im örtlichen trinkgut zu unterschiedlichsten Tageszeiten Getränke und seit einigen Wochen fällt mir auf, dass jedes Mal zwei Leute indischen Ursprungs auch dort einkaufen und einen Familienvan bis obenhin voll Bier packen. Die Leute sind immer andere und auch das Auto wechselt, aber die Biersorte nicht.
Krombacher ist wohl trumpf.
Die Theorie habe ich letzte Woche schon einigen Leuten erzählt und am Sa. kam es wieder vor!
Ich war gerade auf dem Weg ins beschauliche Rinkerode und wollte noch eine Kiste Bier einkaufen, als mir aus dem Laden wieder ein durstiger junger Mann entgegen kam.

ABER: Keine Regel ohne Ausnahme. Dieses Mal war er allein und hatte nur 2 Sixpacks Erdinger dabei!

Es ist nicht 2006!

Mittwoch, Juni 22nd, 2011 10:33am

Ab Sonntag ist wieder “WM im eigenen Lande”, wie man so schön sagt und egal ob Bild, ARD oder das Media Markt-Werbeblatt, überall will man uns erzählen, dass es gefälligst wieder so eine Stimmung zu geben hat, wie damals bei unserem wunderbaren Sommermärchen.

Ich sehe das irgendwie ziemlich kritisch und werde dafür als dümmlicher Macho-Arsch verschrien, der keine Ahnung hat.
Nein, ich finde es schön, dass die Damen-WM hier stattfindet und werde es natürlich auch verfolgen, wenn auch nicht so intensiv wie bei den Männern. Das Kicker-Sonderheft werde ich mir aber nicht kaufen und nur weil WM ist, werde ich auch nicht nach Bochum ins Stadion gehen, weil mich z.B. Frankreich vs. Kanada nicht so interessen.

Aber ich finde, man sollte folgendes nicht ausser Acht lassen:

Erwartungshaltung:
Im Frühling 2006 war die Stimmung nach einer desaströsen 4:1 Niederlage gegen Italien nahe absolut Null, obwohl man noch ein Jahr vorher im Confed-Cup eine gute Leistung gezeigt hat.
Heute kaum vorstellbar, aber es wurde mehrfach der Austausch des Bundestrainers gefordert, der ja eh mit der Situtation total überfordert war und ausserdem in Miami wohnte. Die Stimmung war zu Anfang (auch nach dem ersten Gruppenspielsieg) gut, aber nicht berauschend. Die Initialzündung brachten dann damals die Herren Odonkor und Neuville gegen Polen. Von da an war so ziemlich jeder Fussballfan.
2010 hat man nach den ganzen Verletzungen (Adler, Ballack und und und) auch nicht mit einem so guten Abschneiden und wirklich tollem Fussball gerechnet. Es hätte ja niemand ahnen können, dass Neuer, Schweinsteiger, Özil, Müller & Co. derart rocken.
Ist sowas heute möglich? Die Damen gehen als Top-Favorit ins Rennen (amtierender Welt- und Europameister, Nr. 2 der Weltrandliste) und wenn sie nicht jeden Gegener ohne Gegentor locker mit drei Toren Differenz verputzen, ist das Ergebnis höchstens solide. Da ist es schonmal schwerer so eine ehrliche Begeisterung zu entfachen. Beim FC Bayern wird eine Meisterschaft ja auch weniger euphorisch gefeiert, als in Dortmund.

Popularität:
Wer kann denn bitte schön mehr als 5 Spielerinnen der Nationalmannschaft aufzählen?
Ausser Birgit Prinz, Fatmire Bajramaj und vielleicht Nadine Angerer kennen die wenigsten viel mehr Spielerinnen,oder?
Und wer kennt 5 Bundesligavereine der Damen?
Bad Neuenahr, Potsdam, Duisburg und dann?
Bei den Herren sieht es anders aus, da können die meisten fussballinteressierten locker 16 der 18 Bundesligavereine aufzählen.
Die Zuschauerschnitte zwischen Damen- und Herren will ich gar nicht erst vergleichen.
Der Identifikationsgrad mit den Sportlern ist halt krass unterschiedlich und man kann sich meiner Meinung nach deutlich eher mit Leuten vergleichen, zu denen man irgendeine (von den Medien oder Fussballvereinen geschaffene) Beziehung hat,oder?

Athletik:
Wie oft habe ich wohl schon den Satz gehört “Die Frauen sind besser als die Männer” oder “DIe Prinz sollte ja mal beim AC Perugia mitspielen”. Absoluter Bockmist, vor allem da letzteres eher als Werbegag gemeint war.
Von der Athletik her kann leider keine der Damen bei einem richtigen Proficlub mithalten und wenn sie mal Testspiele gegen Herren machen, dann meist gegen Jugendmannschaften.
Hinzu kommt, dass die meisten Damen (leider) vom Fussball alleine nicht leben können und dementsprechend noch normal arbeiten gehen müssen, was sich dann natürlich zusätzlich auf die Trainingshäufigkeit auswirkt.

Unterhosen-Mafia

Samstag, Mai 28th, 2011 1:38pm

Gestern abend waren die Herzdamen und ich in der Westfalenhalle, um uns Jürgen von der Lippe anzusehen, da wir praktisch nur 2 Euro pro Ticket bezahlt haben.
Show und Plätze waren, bis auf die Lachgeräusche der Frau neben Julia, gut.
Das wahre Highlight spielte sich aber bereits vor der Show auf dem Herrenklo ab.
Dort beschwerte sich ein älterer Herr bei seinem Nebenmann über den Schnitt von modernen Unterhosen. Dem rüstigen Senoiren war es nämlich absolut unverständlich, wie Unterhosenhersteller Modelle ohne Eingriff herstellen können. “Sowas gibt es selbst von Schiesser, da frag ich mich doch: Denken die Idioten denn überhaupt mal nach, bevor sie die produzieren?” war da nur die nette Einleitung zu einer Hassrede auf die Unterhosenlobby, die sich über den gesamten Toilettenbesuch hinzog. Der gute Mann, der der unfreiwillige Zuhörer dieses Monologs gab sein bestes freundlich zu lächeln, aber der aufgebrachte Rentner liess selbst beim Händewaschen nicht ab und setzte auch auf dem Weg zu den Plätzen noch nach.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich will auch Rentner werden, damit ich mir auch endlich Gedanken über solche tiefgreifenden Themen machen kann!

Der Grantler - Star Wars

Freitag, Mai 13th, 2011 7:43am

Zur Zeit sind wohl mal wieder Star Wars-Witzbold Wochen.
Kaum wurde der Herr Obama abgeknallt, wird man bei Facebook mit “witzigen” Seiten zugeknallt, vonwegen imperale Truppen und Obi Wan und trallala.

Wie witzig.
Genauso witzig finde ich übrigens diese dämlichen Star Wars Tänzereien zu Thriller oder den allseits beliebten “Ich bin Dein Vater”-Witz. Die Tage erst wieder auf Einslive von einem Nachwuchs-Comedian gehört.
Ich dachte eigentlich, dass “Ich bin Dein Vater”-Witze mittlerweile genauso verboten sind, wie Mario Barth-Zitate, aber ich irre mich wohl.

Das ich keinen Humor habe, hat HulaboyKalle ja schon desöfteren treffend festgestellt, aber lieber habe ich keinen Humor, als das ich über abgedroschene Kalauer lache, die es selbst nicht in “Sunshine Reggae auf Ibizia” geschafft haben.
Ach, ich vergass. Ist ja Star Wars, also Pop und Star Wars ist fern ab jeder Kritik, denn die Handlung ist episch, die Figuren zeitlos und selbst die Schnitt-Technik wird oft unterschätzt.

Was ich im Endeffekt sagen will:
Stumpfsinniger Klamauk wird nicht besser, nur weil Star Wars draufsteht!

P.S.: Ich mag die alten Filme!

Amazon Kindle - Dauertest

Sonntag, Januar 09th, 2011 4:06pm

Nachdem ich erst kürzlich vom Kollegen T. angesprochen wurde, ob ich denn nun nochmal was längeres über meinen Kindle schreiben werde, hier nun ein ausführlicher Bericht meines Dauertests.

Die älteres Leser werden sich vielleicht erinnern, dass ich mir im August einen Amazon Kindle bestellt habe, welcher dann auch schon Mitte September bei mir eintraf.
Damals schrieb ich darüber, dass mir zum einen die Maße des Kindles gut gefallen, aber auch die Bildqualität hervorragend sei.

Das kann ich auch heute noch unterschreiben. Der Kindle passt (trotz neulich erworbener Lederhüller) immer noch super in die Jackentasche und auch in einer vollen U-Bahn kann man auf dem Teil prima und ohne zu viel Ellenbogeneinsatz lesen. Allgemein lese ich in letzter Zeit irgendwie mehr Bücher, als in den Monaten davor, da man einfach nie seine Seite verliert und sich das Ding auch nach Wochen noch merkt, wo man zuletzt aufgehört hat.
Der Akku ist hervorragend. Ich habe ihn praktisch immer nur angeschlossen, wenn ich mir mal ein neues Buch draufgepackt habe. Man muss seine Reisen also nicht wie mit Netbook oder modernen Smartphone nach Etappen bis zur nächsten Steckdose planen.
Ich glaube den niedrigen Akkustand, den ich bislang hatte, war irgendwas knapp unter 50%. Auch wenn man ihn tage- oder wochenlang mal gar nicht benutzt, senkt das den Akkustand nicht sonderlich.
Bei aktiviertem WLAN sieht die Sache wohl anders aus, aber wofür brauche ich das?

Blöd ist halt, dass man sich halt praktisch nur kostenlose Sachen draufpacken kann oder im Kindle-Store einkaufen muss, wo es nur sehr wenige deutsche Sachen gibt.
PDF´s gehen auch, sind aber nicht hervorragend. Zur Not gibt es aber Programme, mit denen man PDF´s umwandeln kann. Bei Comics oder so ist das aber nicht wirklich schön. Überhaupt sind Texte mit vielen Bildern (wie Comics) eher schlecht zu lesen, da man andauernd zoomen oder scrollen muss.
Für Bücher aber nach wie vor hervorragend.

Ich persönlich nutze recht häufig die Möglichkeit bei schlechterem Licht die Schrift zu vergrössern. Gerade wenn man abends im Bett liegt und nur eine kleine Leselampe hat, liest es sich mit grösserem Text deutlich entspannter.

Anfang Dezember hatte ich jedoch ein kleines Problem. Ich sass im Zug nach Ahrweiler und hab mich auf ein paar entspannte Lesestunden gefreut. Dummerweise zeigte der Screen nur komisches Zeug an und das lies sich auch per Hardreset nicht mehr ändern.
Irgendwie ist also das Display kaputt gegangen und ich hatte keine Ahnung warum (Ja, das kann einem natürlich bei einem Buch nicht passieren). Jedenfalls musste ich mich notgedrungen an den Kundenservice wenden, wo mich ein junger Mann irgendwo aus den Staaten (oder war es vielleicht Indien) zurückrief. Das Gespräch dauerte eine gute Viertelstunde und es endete damit, das man mir einen neuen Kindle zuschickte und ich den alten Kindle zurückschicken musste, was alles absolut reibungslos verlief. Sonntag abend mit telefoniert, Mi. morgen war der neue Kindle da.
Glaube bei so einem Prestige-Objekt wie dem Kindle, möchte sich Amazon keinerlei Blösse geben.

In meinem ersten Kindle-Bericht schrieb ich ja, dass sich viele Leute den täglichen Umgang mit einem E-Reader nicht vorstellen könnten, da sie lieber ein richtiges Buch in der Hand halten.
Bisher waren so ziemlich alle Reaktionen auf das Teil sehr positiv. Die meisten waren beeindruckt von der Display-Qualität und hätten sich es so nicht vorgestellt. Selbst sehr technophobe Leute waren angetan und würden damit gerne mal ein Buch lesen.
Ich kann nur hoffen, dass Amazon mal den Arsch hochkriegt und den Kindle in Deutschland veröffentlicht, damit es auch mehr deutsche Literatur zu kaufen gibt.

Mein Fazit: Top Produkt, dass ich jederzeit wieder kaufen würde. Die Qualität stimmt, der Kundenservice ist sehr gut, nur halt das Problem mit dem deutschen Kindle-Store besteht weiterhin.

The Living Dead - Review

Montag, November 01st, 2010 7:13am

ACHTUNG!
SPOILER-ALARM!

Falls die Con ein weiteres Mal stattfinden sollte, rate ich potentiellen Teilnehmern diesen Beitrag NICHT zu lesen, da auf wichtige Spielelemente eingegangen wird und ich niemandem den Spaß verderben möchte !!!
SPOILER-ENDE

“The Living Dead” wurde als experimentelles Liverollenspiel für geistig stabile Erwachsene angekündigt und fand zwischen dem 29. und 31.10.2010 in der Nähe von Simmern statt. Im Gegensatz zu gewöhnlichen LARPs wurden die Charaktere von der SL vorgegeben.

Untot e.V. Die Con spielt im Jahr 1984 und man ist Mitglied in einem Zombie-Club. Günther, der Vorsitzende hat im Hunsrück eine Entdeckung gemacht, die die Existenz von Zombies endgültig beweisen könnte…

Einstimmung
Schon einige Wochen vor der Con wurde man mit insgesamt 3 Ausgaben des Vereinsmagazines auf die Con eingestimmt. Später gab es dann erst das Charakterkonzept als MP3-Preview und ca. zwei Wochen vor der Con dann den kompletten Charakter als MP3.
Mein Charakter hiess dabei Wilfried Breuer und war ein pflichtbewusster Versicherungssachbearbeiter.
Pünktlich, unauffällig … und eine perverse Sau. Hinter der Biedermann-Fassade fühlte sich Günther nämlich von Leichen sexuell angezogen.

Aufwärmen: Die Teilnehmer der Veranstaltung sollten am Fr. bis spätestens 16 Uhr bei der Location sein, da dann schon ein Warm-Up Workshop stattfand. Im Rahmen des Workshops haben wir erst einige Rollenspiel-Aufwärmübungen, Regelkunde und Kennenlern-Spiele (In-Time) gemacht und auch Charakterbilder geschossen. Dabei wurden von jedem Teilnehmer zwei Arten von Bildern gemacht. Einmal wie der Charakter nach aussen hin wirken soll und später dann (ohne das die anderen dabei waren), wie der Charakter in Wirklichkeit ist. Dabei entstanden echt richtig, richtig tolle Bilder.
Zum Ende des Workshops hat Teena dann mit uns autogenes Training gemacht und dadurch das Spiel eingeleitet. Fand ich super… Man kommt zur Ruhe, lässt seine Out-Time Gedanken hinter sich und findet in den Charakter.

In die Klappse! Unsere Charaktere trafen sich mit dem Vorsitzenden in der Nähe einer medizinischen Einrichtung. Günther kam dort mit einer Feuerwehraxt auf uns zu und teilte uns mit, dass “alles stimmt” und das es in dem Laden tatsächlich Zombies gibt. Um uns das genauer anzusehen, sind wir in das Haus “geschlichen” (Vermutlich waren wir so leise wie ein ICE). Im Haus fanden wir dann tatsächlich einen Raum in dem es Patienten gab. Ob Zombies oder nicht, war nicht wirklich offensichtlich, aber da einer Günther biss, zerstückelte dieser den Patienten mit der Axt. Dummerweise lösten wir bei unseren Einbruch aber auch einen Alarm aus und der Raum wurde einige Sekunden später von einer Horde Soldaten gestürmt, welche uns in eine Ecke trieben, wo wir uns mit erhobenen Händen hinzuknien hatten.
Im Verlauf der nächsten Stunde wurde uns dann gesagt, dass wir auf amerikanischen Territorium seien und einer nach dem anderen wurde durchsucht und aus den Raum gebracht. Unglaublich, wie viele Charaktere Messer, Pistolen etc. dabei hatten. Mein Char. war jedenfalls geschockt.

Duschen
Nach der Durchsuchung ging es ins Bad, wo man von einem Arzt und einem Pfleger begrüsst wurde und sich dann duschen durfte, bevor man Anstalts-Kleidung (Unterhose, T-Shirt, Socken, Pantoffel & Leibchen) bekam und auf ein Zimmer gebracht wurde. Bei den beiden Zimmern herrschte dann strikte Geschlechtertrennung.

Gewaltspirale Natürlich fanden wir, dass wir zu unrecht eingesperrt wurden und machten uns ans Pläne schmieden. Aber egal was wir versuchten, wir mussten Gewalt anwenden um herauszukommen und es scheiterte jedes Mal. Die Soldaten hatten Gewehre, die Pfleger Elektroschocker und wir nur Decken oder einen Kulli.
Kein Kuchen, keine bestechlichen Wachen, keine lockeren Gitterstäbe.
Nachdem ein weiterer Versuch mit einem zweckentfremdeten Kugelschreiber scheiterte, wurden wir einzeln aus dem Zimmer gezogen und nach einer “etwas” ungemütlichen Wartezeit einzeln durchsucht. Unsere Zelle wurde in der Zeit von den Wachen komplett durchsucht und entsprechend verwüstet, um weitere Waffen auszuschliessen.

Die Nurse geht mit Da wir auf unserem Zimmer kein Klo hatten, mussten wir jedesmal einen Pfleger rufen der Pfleger begleitete uns dann bis zum Klo und In Time kam die “Nurse” dann mit uns in die Kabine, um aufzupassen, dass wir keinen Mist machen. “Nurse” war hierbei ein Codewort dafür, dass man es selbst machen soll. Also es schaute einem natürlich niemand beim pinkeln über die Schulter. :)

Morgenhygiene Nachdem wir die Nacht dann auch irgendwie rumbekommen haben (netterweise liess uns die SL irgendwann in Ruhe und sogar bis 8 schlafen) wurden wir morgens in Dreiergruppen aus dem Zimmer geholt, um uns die Zähne zu putzen. Dabei bekam jeder die Zahnpasta auf den Finger und eine eigene Zahnbürste in die Hand. Dannach wurden wir neu eingekleidet und statt Leibchen gab es nun für alle Jogginganzüge.
Später gab es dann Frühstück, bei dem wir wieder in Dreiergruppen aus der Zelle kamen und gemeinsam mit drei Damen aus dem Nebenzimmer (mit denen wir bis dahin NULL Kontakt hatten) das Frühstück einnehmen durften. Für alle gab es genau ein Messer und Löffel wurden nur abgezählt rausgegeben. Es gab seitens der Wachen die Ansage, dass das Frühstück für die komplette Gruppe beendet ist, sobald einer Mist macht. Wir haben uns natürlich alle entsprechend vorbildlich benommen.
Später gab es dann (zumindest für mich) eine Einzelsitzung bei Dr. Botox und Frau Dr. Bach. Das Thema der Einzelsitzung bewegte sich in Richtung Wilfrieds sexuelle Vorlieben, wobei Wilfried natürlich sehr bemüht war, seine spiessbürgerliche Fassade aufrecht zu erhalten.
Während des Gesprächs fiel dem Doktor dann “zufällig” eine tote Fliege aus dem Mund, aber Wilfried hat sich dazu auch nicht geäussert, da er natürlich nicht als verrückt gelten wollte, sondern möglichst unauffällig irgendwie durch dieses Missverständnis kommen wollte.

Beruhigungsmittel Nachdem der restliche morgen aus Zellenaufenthalt und endlose Wiederholungen der Ausbruchspläne bestand, gab es beim Mittagessen einen Linseneintopf, welcher starkes Beruhigungsmittel beinhaltete, so dass uns nach dem Essen ziemlich nach Mittagsschlaf war.
Nach dem Mittagsschlaf gab es dann eine Gruppensitzung, welche wieder ein autogenes Training war. Dabei unternahmen wir einen Zeitsprung und wachte im Dezember 1985 auf. Wir hatten uns mit der Situation abgefunden und waren nun schon gute 400 Tage in der Irrenanstalt.

1985 Im Gegensatz zu 1984 sah man uns nach einem Jahr Aufenthalt nicht mehr als Bedrohung an, so dass wir uns in der Klinik frei bewegen durften. Wir konnten Musik hören, in Zeitschriften blättern, Bilder malen, mit Knetgummi spielen oder sonstwas tun. Die Deko wurde für 1985 extra geändert. So gab es trotlosen Weihnachtsschmuck unter Leuchtstoffröhren, ein anderes Bild von Präsident Reagan im Aufenthaltsraum etc.
Irgendwann fiel eine Mitinsassin (nicht aus unserer Gruppe) über Leute von uns her und versuchte sie zu beissen. Da sie aber vom Dienstpersonal anscheinend nicht gesehen wurde, bekamen unsere Leute stattdessen Beruhigungsspritzen, weil sie offenbar einen Anfall hatten.

Das Ende Als es dann irgendwann eine weitere Gruppentherapie geben sollte, sassen wir zwar im Kreis, weigerten uns aber an der Therapie teilzunehmen und pfiffen stattdessen Pipi Langstrumpf. Die Situation eskalierte, einer von uns entwendete einem Pfleger eine Pistole, schoss ihm ins Gesicht und wir machten einen weiteren Fluchtversuch, welcher dieses Mal sogar klappte… Damit endete das Spiel.

Reflexion Nachdem wir uns alle dann erstmal kräftig auf die Schulter klopften, bat uns die SL, dass wir gänzlich aus der Rolle schlüpfen sollten, indem wir die Anstaltskleidung ablegten.
Dannach haben wir uns im Aufenthaltsraum getroffen, um kurz über ein paar Dinge zu reflektieren und um uns die Bilder anzusehen, die Larson geschossen hat. Der Rest des Abends wurde mit feiern verbracht. Sonntag morgen trafen wir uns dann nach dem Frühstück erneut, um über das erlebte zu reflektieren, dabei gab es einzelne Fragen und einen Fragezettel, den man bei einem halbstündigen Sparziergang in zufälligen Dreiergruppen besprechen sollte. Nachdem die Antworten dann hinterher im Plenum kurz vorgestellt wurden, gab es noch Mittag, auf das meine Fahrgemeinschaft dann aber verzichtet hat.

Orga Es gab wohl einige NSC/SL-Ausfälle. Aber drauf geschissen. Ich fand die Orga hatte zu jedem Zeitpunkt alles im Griff und ich fühlte mich immer gut aufgehoben. Da mein Nachbar dummerweise den Autoschlüssel im Auto eingeschlossen hatte, mussten wir uns auch mit einem konkreten Problem an die Orga wenden und es war alles super. Das wir das Auto dann doch nicht vom ADAC knacken lassen mussten, war einem sehr engagierten NSC zu verdanken (Danke nochmal)! Auch die Möglichkeit mit dem Outroom (wenn man nicht mehr konnte/wollte) fand ich super. Ich weiss nicht wie oft er genutzt wurde, aber die Idee war in Anbetracht der Umstände wirklich gut.

Spieler Sämtliche Spieler waren Mitglied im Zombie-Fanclub und das aus den unterschiedlichsten Gründen. Die einen waren Verschwörungstheoretiker, die anderen Filmfans auf der Suche nach ´nem Kick. Alle hatten aber irgendwo auch dunkle Seiten und Geheimnisse. Durch die Kommunikation der SL im Vorfeld, kannte jeder Charakter ein paar andere und durch die Kennenlern-Spiele wurde man auch mit den Spielern und den Charakteren persönlich bekannt gemacht, was ich als echt nützlich empfand.

NSC´s Super. Die harten Soldaten, das Pflegepersonal, die Ärzte. Die Rollen waren gut besetzt und sehr glaubhaft. Hier und da fiel zwar auf, dass da Leute gefehlt haben, aber es hat für mich persönlich den Spielspass nicht gemindert.

Was nehme ich mit? Die Con hatte “Gewalt” als Thema und ich fand es interessant zu sehen, wie einem in so einer Situation die Hände gebunden waren. Egal was wir Spieler machten, wir rannten fast immer gegen eine Wand und wurden entsprechend bestraft (siehe Zimmeraufräumaktion).
Was ich auch als bedrückend empfand war die Enge und Monotonie in der Anstalt. Gerade Samstag morgen wurde mir das Zimmer doch arg zu klein und ich fühlte mich wie ein Löwe im Käfig (oder wie ein Thunfisch :) ). Als wir uns dann 1985 die ganze Anstalt anschauen durften, war die Trostlosigkeit echt bedrückend. Ich kann mir nicht vorstellen jeden Tag mit Knete zu spielen und Bilder zu malen, um die Zeit irgendwie rum zu bekommen. Schreckliche Vorstellung.

Fazit Wow! Ich bin immer noch ziemlich geflasht und würde mich sofort wieder auf eine ähnliche Veranstaltung anmelden. Ich hatte im Vorfeld gigantische Erwartungen an die Con und sie wurden weitesgehend hervorragend erfüllt.
Auch Sachen die ich im Vorfeld von der idee nicht so toll fand (ich fahre z.B. Sonntags früh) ergaben total Sinn und es hat einach sehr gut ins Konzept gepasst.
Als kleinen Kritikpunkt kann man sagen, dass für mich das Spiel zu früh zu Ende war. Aber hey, das hatten schliesslich wir aufsässigen Spieler selbst zu verantworten.
Ich fand es auch schade, dass wir unsere coolen Kostüme nur sehr kurz tragen konnten, aber alles andere hätte nicht gepasst, daher geht das voll in Ordnung.

Diese Art Cons von dem Orga-Team kann ich uneingeschränkt weiter empfehlen, allerdings sollte man da wirklich für eine andere Art Larp bereit sein und vielleicht emotional mit nicht ganz so einfachen Dingen (siehe Orga-HP) klar kommen können.

Weil Freitag ist…

Freitag, Oktober 29th, 2010 6:45am

Seit Jahren erzähle ich rum, dass an Freitagen ein Schnurrbart getragen werden soll.
Alle haben mich ausgelacht… und keiner hats wirklich gemacht.

ABER: Da ab sofort der letzte Freitag im Oktober  Weltschnurrbarttag ist, gehe ich mal mit einem guten Beispiel vorran.

Man sieht: Einen echten 1984er Wanne-Eickler Schnurrbart!
(Für einen 81er Horst Schimanski hat es leider nicht gereicht)

So und jetzt fahre ich mysteriöse Vorfälle im Hunsrück aufdecken!

Humor ist…

Donnerstag, September 23rd, 2010 8:07pm

In den letzten paar Wochen habe ich wieder mehr Radio als gewöhnlich gehört und ich frage mich wirklich, was bei Einslive im besonderen und in der deutschen Comedy-Szene im allgemeinen eigentlich kaputt gegangen ist.
Jimmy Breuer, eingeführt als König der Antiwitze, ist mittlerweile das witzigste, was Einslive zu bieten hat… Und das will was heissen, denn Jimmy Breuer war mit seinen tollen Gags (”Gag” halte ich für ein ganz schlimmes Wort) vielleicht maximal drei Wochen lustig.
Seien es Dave Davies, Lukas oder die Witze der Moderatoren (Olli und Micha mal ausgenommen), entweder wachse ich mit geradenoch 30 aus der Zielgruppe heraus oder die Redaktion die die Comedy absegnet hat mehr als kräftig nachgelassen.
Gestern gab es wenigstens mal wieder das grosse Radio-Rätsel, auch kein Brüller, aber unter den blinden Hennen ist das Hühnerauge König (ja, zu solchen Wortspielen wird man getrieben).

Vielleicht ist das ja auch einfach eine Sache, die gerade querdurch geht. Gerade war ich auf Bild-Online und habe gesehen, dass Matze “Kult-Kaiser” Knop jetzt auch noch den (vermutlich bald Kult-)Lahm gibt.Ein unterdurchschnittlicher Komiker mit “1000 Gesichtern”, von dem jedes genau einen Witz hat, beschert uns seit Monaten grottenschlechte, gequirlte, total unlustige Scheisse!

Klar, “RTL Samstag Nacht” wäre heute genauso wenig lustig, wie die ganzen Klone (Secherpack, Die dreisten Drei), aber es gibt doch Hoffnung. “Switch Reloaded” zeigt doch wie es geht.
Mir kann doch keiner ernsthaft sagen, dass in 10 Jahren die Leute Matze Knop genau so gerne zitieren, wie Kentucky Schreit Ficken oder den Obersalzberg. (Hoffentlich kommt jetzt keiner mit Supa-Richie)

Und auf RTL erst… Die ganzen Comedy-Könige… besonders Cindy und Mario Barth. Wer hat die eigentlich auf die Welt losgelassen? Deren Programm besteht doch einzig aus einem Witz!
Hier die dickliche Ost-Tussi, dort der Typ mit seiner Freundin.
Raffen die Leute nicht, dass deren Programme nur aus einem einzigen Witz bestehen?

Ehrlich: Da schau ich mir lieber alte Sachen von Otto oder Fitz Asmussen auf Youtube an!
Ein dreifaches Palim-Palim auf den Stand des deutschen Humors!