Ab in den Park
Am Wochenende fand in Waltrop das 1.000.000 Parkfest statt.
Ich persönlich kannte ja Waltrop bis dahin nur vom Pyjama-Ball (2 Zelte, 2 Bands, 10.000 besoffene Bauern im Schlafanzug) und vom Hornbach-Markt (es gibt schliesslich immer was zu tun). Da Carsten aber in letzter Zeit andauernd vom Parkfest redete und Fury dort ihr vorletztes Konzert gaben, haben wir uns entschlossen uns das mal anzusehen, schliesslich kostete es nur ´n Fünfer Eintritt.
Fury spielte dann auch am Freitag ab viertel nach Neun. Durch ein paar dumme Fehler in der Planung, haben wir dann allerdings schon um 22:15 die Heimreise angetreten.
Memo an mich: Klare Worte gegenüber Gästen im Vorfeld sind besser als schlechte Laune meinerseits.
Samstag Nachmittag waren Julia und ich dann in Bochum, wo ich mich in so einem Asia-Markt mit frischen Sushi-Zutaten eindeckte (das macht fast so süchtig wie Ikea-Regale). Wusstet Ihr, dass man Glutamat auch im Kilo-Beutel kaufen kann?
Später waren wir dann im Bermuda-Dreieck in einer Pizzeria essen, die Rucola-Parma-Pizza war wirklich ein Traum.
Und optisch war der Brunnen gegenüber das auch, denn ein paar Penner hatten Spülmittel in den Brunnen gekippt.
Ich würde jetzt gerne ein Bild davon hier zeigen, aber Julia hat es mir verboten den Brunnen zu fotografieren, weil zu viele Penner um den Brunnen sassen.
Abends waren wir dann wieder auf dem Parkfest. Als Musiker auf der Hauptbühne hat nur Pohlmann “gerockt”. Das Wort “gerockt” habe ich mit Absicht in Anführungszeichen gesetzt. War nett, aber mir persönlich ein bisschen zu weich. Carsten meinte, dass im letzten Jahr wohl “Tito & Tarantula” da waren. Die hätte ich ja schon ein bisschen lieber gesehen. Pohlmann (”Wenn jetzt Sommer wär”) erinnert mich übrigens optisch ziemlich an die KPH-Gang vom Müller (Grüße an dieser Stelle).
Vorher und hinterher lungerten wir noch am Hobbybrauer-Stand rum, da Carsten da irgendwie Connections hatte und auf dem Parkfest sogar sein eigenes Bier braute.
Grosse Vergünstigungen gab das für uns nicht, dafür war es exklusiver und das Bier war nach einer Gewöhnungsphase auch echt lecker.
Auffällig auf dem Parkfest war übrigens die relativ grosse Anzahl kostenloser Toiletten-Wagen. Man könnte glatt meinen, dass die Stadt Waltrop Angst hat, dass der ganze Park in einer riesigen Piss-Pfütze schwimmt, trotzdem haben die Leute an allen Ecken gegen die Bäume gepinkelt. Am Samstag abend habe ich sogar eine Art Dixie-Pissior ohne Wände gesehen. Da standen einfach 4 Pissoirs auf einer Wiese und darunter war ein Tank befestigt. Keine Wände, keine Sitzgelegenheit, einfach nur Pissoirs.