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Posts Tagged ‘Castrop-Rauxel’

Das bedeutet Krieg

Mittwoch, Dezember 23rd, 2009

Ich war heute einkaufen.

(Kurze, dramatische Atempause)
Einkäufe am 23. Dezember bedeuten ja häufig Mord, Totschlag, Scheidungsgründe und weinende Kinder.
Man kann auf die Strasse gehen und die Leute fragen, NIEMAND will freiwillig an einem solchen Tag einkaufen gehen, denn das machen nur Deppen.

Heute war ich einer dieser Deppen, da ja der Kühlschrank auch an Weihnachten gefüttert werden muss.
Aber ich verzichte heute mal auf einen dramatischen Bericht und schreibe einfach mal die Weihnachtsversion:

Da wir morgen früh noch Plätzchen backen wollen und der Kühlschrank allgemein nicht mehr sehr gut bestückt war, entschied ich mich zu einem Besuch in den nächsten Supermarkt mit Vollsortiment, also keinen Discounter und auch nicht so ein Riesending, wo alles drin und alles dran ist.
Da wir zufällig so einen Markt haben, der meist eher leer ist, fuhr ich in Ruhe hin und freute mich bereits auf dem Parkplatz über das grosszügige Parkplatzangebot. Nachdem ich einen der vielen freien Einkaufswagen in Beschlag nahm, schlenderte ich durch die nahezu menschenleeren Gänge und fand alles was ich brauchte und sogar alles, was wir für die Plätzchen brauchen.
Sogar eine mysteriöse Zutat namens Orangeat sprang mich bei der Suche fast an und das obwohl ich noch nie davon gehört habe und keine Vorstellung vom Aussehen der Packung hatte.
Im Einkaufsradio lief mit “Pinball Wizard” von The Who dann sogar noch eines meiner Lieblingslieder und schlussendlich stand an der Kasse nur eine einzige, ältere Dame vor mir, die aber ihre Einkäufe zügig verstaute.
Da ich über einen Gesamtwert von 20 Euro kam, gab mir die Kassiererin sogar noch ein Tütchen mit Mini-Twix mit und ich fuhr entspannt wieder heim.

Ja, eine tolle Weihnachtsgeschichte, oder?
Das schönste ist: Genau so und ohne jede Übertreibung hat es sich zugetragen!
Ernsthaft!

Paule heisst er, ist Bademeister

Mittwoch, Januar 28th, 2009

In den letzten 1,5 Wochen war ich stolze drei Mal im Castroper Stadtbad.
Nicht schlecht, aber man will für einen Ägypten-Urlaub ja ein bisschen vorbereitet sein und länger als 5 Min. schnorcheln gehen.
Heute habe ich mir dann bei Real sogar für 3,99 Euro eine neue Schwimmbrille gekauft. Nicht das ich Kraule oder so, aber mit Kontaktlinsen ist es irgendwie blöd, da man andauernd Angst um seine Linsen haben sollte.
Jedenfalls lief es hervorragend mit der Brille, ich war mit meinem Tempo zufrieden und habe ordentlich Kacheln gezählt. Ich dachte mit “Die letzten beiden Male waren es locker 20 Bahnen, heute machst Du mal mind. 30!”
Als ich mich dann nach Bahn 27 kräftig abgestossen habe, bekam ich einen echt perversen Krampf in der linken Wade. Daheim hätte ich vermutlich laut aufgeschrien, in der verzweifelten Hoffnung von Julia etwas Mitleid zu erhaschen. Da Julia aber heute nicht dabei war und ich auch sonst niemanden im Bad kannte, unterliess ich das und kämpfte mich tapfer zum Beckenrand, was gar nicht so leicht war. Am Beckenrand bemühte ich mich dann, möglichst unaufällig zu sein und tat, was man halt so bei einem Krampf tut.
Nach ca. 5 Minuten sprach mich dann der Bademeister mal an, worauf ich sagte, dass ich einen leichten Krampf hätte, es aber gehen würde. Weitere 5 Minuten später zog ich mich dann galant aus dem Becken und streckte mein Bein durch, massierte die Wade und so weiter. Irgendwann griff dann der Bademeister aber dann doch mal ein, versuchte erfolglos den Krampf zu lösen und nach einer kurzen Pause begleitete er mich zu einer Bank, wo er es weiter probierte. Nachdem er mir dann extra warmes Wasser geholt hatte, ging es auch einigermassen und er schickte mich in die Behinderten-Dusche, um das Bein weiter mit warmen Wasser abzuspülen.
Ja, jetzt sitze ich zu Hause, habe Julia verboten das Wort “Magnesium-Tabletten” in den Mund zu nehmen und eigentlich geht es schon wieder.
Ich würde wetten, dass der Bademeister heute selbstzufrieden wie selten heim geht, da er mal was für sein Geld getan hat.

An dieser Stelle übrigens mal Grüsse an meinen alten Sportlehrer Volker E., der ein guter Sportlehrer war, obwohl er nur eine Bademeister-Ausbildung hatte!

Disclaimer: Bevor jetzt böse, böse Mails von div. Bademeistern kommen: Mir ist durchaus bewusst, dass der Beruf des Bademeisters darüber hinausgeht, mit der Pfeife am Beckenrand zu stehen und der Herr über das 3m-Brett zu sein.

Der beliebte Amüsierbetrieb

Montag, Januar 19th, 2009

Tja, schade. Wie wir am Samstag bereits im Rahmen einer Mini-Stadtrundfahrt (Brauhaus, Kaufland, Puff, Wagner-Manor) feststellen durften, hat der ortsansässige Sauna-Club wieder seinen Namen in Amnesia geändert. Schade, ich fand McF… echt witzig.
Mehr darüber gibts heute in den Ruhrnachrichten.

Eine Freundin von uns, ging da übrigens mal jahrelang ein und aus. Damals war der Laden aber noch ein ganz normales Fitness-Studio.